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Zum Martius-Staden-Jahrbuch
Das erste ‚Staden-Jahrbuch’ erschien
1953 im damaligen
Instituto Hans
Staden. Sein Herausgeber
war Egon Schaden
aus Sta. Catarina,
der den Lehrstuhl
für Anthropologie
an der Universidade
de São Paulo
(USP) inne hatte.
Sein Geleitwort
zum Staden-Jahrbuch
Nr. 1 beginnt wie
folgt:
„Das Staden-Jahrbuch
will einen Einblick
in brasilianisches
Wesen vermitteln
und wendet sich
an den deutschsprachigen
Leser. Es berücksichtigt
nur Themen, die
Brasilien, das
Land und seine
Menschen, zum Gegenstand
haben, eine Beschränkung,
die den vielfältig
dargebotenen Stoff
sogleich als Einheit
erscheinen lässt.“ (Staden-Jahrbuch
Bd. 1, 1953, S.
5).
Gleichzeitig wird
betont, dass zwar
eine anspruchsvolle,
jedoch allgemein
verständliche
Sprache angestrebt
werde – ein
Postulat, das noch
heute, nach über
50 Jahren, gilt.
Die Deutschsprachigkeit
des Jahrbuchs ist
durch die Jahrzehnte
hindurch fast ohne
Ausnahme beibehalten
worden. Seit einigen
Jahren jedoch werden
auch portugiesischsprachige
Originaltexte aufgenommen,
womit man den Hauptadressatenkreis
der deutschsprachigen
Leser um viele
portugiesischsprachige
erweitern konnte.
Das Martius-Staden-Jahrbuch
wird in Universitäten
und anderen wissenschaftlichen
Bibliotheken geführt
und zählt
zu den wichtigsten
Publikationen innerhalb
der Lateinamerika-Forschung.
Themen
Die Thematik des
Jahrbuches geht über
die „Brasilkunde“ hinaus
und behandelt sämtliche
Bereiche des deutsch-brasilianischen
Kulturaustausches.
Dabei steht die
Geschichte der
deutschen Einwanderung
im Vordergrund – gemäß dem
gesamten Aufgabenbereich
des heutigen Martius-Staden-Instituts,
dessen Herz eine
umfangreiche Bibliothek
und ein einzigartiges
Archiv zum selben
Themenbereich darstellt.
Autoren
Zu den wichtigsten
Autoren des Jahrbuches
gehören im
Laufe seiner Geschichte:
Karl
Heinrich Oberacker,
Karl Fouquet, Anatol
Rosenfeld, Helmut
Andrä, Florestan
Fernandes, Fernando
Henrique Cardoso,
Roger Bastide,
Wolfgang Bücherl,
Arnold von Buggenhagen,
José Francisco
Camargo, Erwin
Theodor Rosenthal,
Egon Schaden, Helmut
Sick, Hildegard
Fauser, Gert Kohlhepp,
Karen M. Lisboa,
Berthold Zilly
und andere. |
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